Bayern München – VfL Wolfsburg 1:2 (0:1)

Vorgeschichte:

Das Spiel der beiden Top-Favoriten, die sich wohl jede Wunschspielerin von den anderen Mannschaften kaufen (könnten), und auch seit 2 Jahren die ersten beiden Plätze belegen. Und man trifft sich bereits am Spieltag 3 im Schlüsselspiel. Aber beide haben schon feststellen müssen, dass die alten Zustände, wo die “Kleinen” keine Chance hatten, auch diese Saison schwer wiederherzustellen sein werden. Insofern sind diese Spitzenduelle zwar sehr wichtig, aber nicht ganz so entscheidend wie einst.

Headline: Fussball ist schön und manchmal schön schräg

und das war wieder so ein schön schräges Spiel. Schon wieder das Schöne am Fussball. Urplötzlich kommt vieles ganz anders und unerwartet.
Niemand konnte erwarten, dass die Bayern – bisher mit Aggressivität als Erfolgsformel – die erste Halbzeit so verschlafen angehen. Das war ähnlich zurückhaltend wie vor ungefähr einem Jahr beim 1.FFC Frankfurt, aber seither nie mehr wieder zu sehen. Damals aber war man zwar auch sehr defensiv, aber doch durchaus aufmerksam zu Werke gegangen. Hier schien aber allgemein einfach eher Last als Lust am Fussball zu überwiegen. Und es schien einfach nicht machbar, das erforderliche Konzentrationsniveau aufrechtzuerhalten. Sara Däbritz krempelte sich die Kurzarm-Trikots hoch. Es schien so, als sei es möglicherweise einfach nur zu heiss. Oder andere Biochemie im weiteren Sinne? Irgendwann schien es dann aber auch Wolfsburg zu heiss geworden zu sein, denn auch da war ein deutlicher Kräfteverfall während der zweiten Halbzeit zu beobachten. Da waren aber Konzentrationsprobleme nur beim Abschluss zu bemerken, die vorher einen eigentlich sicheren Sieg verhindert hatten. Aber als niemand mehr damit rechnete, konnte man noch einmal ziemlich schräg gegen den Lauf der Dinge zurückschlagen. Aber der Reihe nach:


Die Überraschungen fingen bereits vor Spielbeginn an. Leonie Maier und Ramona Bachmann nicht dabei. Normalerweise würde man verletzungsbedingt annehmen, aber in der AFBL lassen wir uns da spekulationsfrei überraschen. Bachmann habe sich beim Aufwärmen verletzt, hörte man später. Dafür Tessa Wullaert nicht im Kader. Wir erinnern uns. Das war aber alles trotzdem nebensächlich im Vergleich zu dieser seltsamen müden Passivität der Bayern, die alles andere überlagerte. Unerwarteterweise diesmal aber ausgerechnet Melanie Leupolz, bei der das in den vergangenen Monaten so sehr auffiel, nicht Teil der müden Fraktion. Schräg aber ein Hoffnungsschimmer.
Hinten aber stimmte die Aufmerksamkeit ab der ersten Minute nicht wie gewohnt. Im Mittelfeld fand fast nur Rückzug statt anstelle der grossen Stärke der letzten Saison, des geschlossenen Mittelfeldpressings. Und vorne waren bei durchaus vorhandenen Räumen zu Kontern regelmaessig schneller 8 Wolfsburgerinnen hinten, als 4 Bayern vorne. So schwach wie ausgerechnet in diesem Spiel hatte man Bayern die letzten 2 Saisons nicht gesehen. Auch nicht beim letzten Spiel das verloren ging (daheim gegen Frankfurt) als einziges der letzten 50(?). Obwohl wir ja bereits während des ersten Halbjahrs 2016 das seltsame Nachlassen hier öfter beklagen mussten.
Das alles brachte den wachen Wolfsburgerinnen auch ohne grossen spielerischen Glanz zunächst ein ziemliches Übergewicht, und hier und da Chancen, wenn der Ball in Richtung Tornähe gespielt wurde. Die erste ganz grosse nach vielen kleineren Schlafmützen blieb noch ungestraft, als Anna Blässe so von weit aussen angeflankt wurde, dass der Ball von ihr und Korpela fast unkontrolliert über die Torlinie sprang – stattdessen knapp vorbei. Aber Lara Dickenmann machte es wenig später besser, antizipierte gut und hat den touch für den Ball um so etwas auszunutzen. Alex Popp hatte den Langball auf Verdacht per Kopfballverlängerung weitergespielt, was in diesem Fall Verena Faisst zu schläfrig kommen sah.
Trotz der Überlegenheit war allerdings das Chancenplus von Wolfsburg vor der Halbzeit noch gering, weil Wolfsburg trotzdem nicht zu viel, Bayern aber auch zu ein paar Gelegenheiten kam. Aber es war deshalb keine schräge Halbzeitführung, weil Wolfsburg den Ball viel öfter vor dem Bayern-Tor hatte, und damit die Wahrscheinlichkeit grösser war, dass er  einmal günstig für Wolfsburg vor dem Tor landete.

Das Bild änderte sich dann langsam aber sicher nach der Halbzeit. Bayern war notgedrungen zum Teil aufgewacht. Fing langsam an, am Spielstand drehen zu wollen und fing langsam an, die grössere individuelle Klasse auf dem Feld ausnutzen zu wollen. Melanie Behringer ging voran und hatte dann auch die gefühlt erste miedemalose Torszene mit einem ersten Schuss direkt nach Wiederbeginn. Die Abwehrnickerchen aber, sie blieben und sollten entscheidend werden. Zunächst allerdings konnte Wolfsburg auch in dieser Halbzeit die Schlafanfälle bei den Bayern nicht bestrafen. Die waren in diesem einen Spiel so häufig, wie gefühlt in der gesamten letztjährigen Vorrunde zusammen. Wolfsburg musste einfach höher in Führung gehen. Ganz besonders als nach einem verlorenen Kopfball-Duell erst Lewandoski gegen Dickenmann aussen zu schläfrig reagierte, deren Hereingabe dann Hansen vorne nicht verwerten konnte, wo Holstad zu spät aufwachte, und hinten auch Jakabfi nicht, wo mit Schnaderbeck und Faisst dann gleich zwei gemeinsam zu spät aus den Fussballfedern kamen. Konzertierter Schlafanfall. Und während Wolfsburg die Chancen, die allerdings nun immer mehr aus dem nichts kamen normalerweise sträflich ungenutzt liess, erlangte Bayern mehr und mehr ein Übergewicht, weil bei Wolfsburg nun erstaunlicherweise ebenfalls Pressing und Nachrückverhalten stark nachliessen. Bayerns Stärke ist es aber auch nur sehr bedingt, die sich einstellende Überlegenheit in Chancen und Tore umzumünzen. Und man erinnerte sich wieder an die krampfhaften Bemühungen der Bayern nach den ersten Saisonspielen, sich selber den Mut zuzureden, man habe schliesslich genug Chancen gehabt. Aber immerhin haben sie Vivianne Miedema, die wie so oft den Mantel des Vergessens über den Rest des Bayern-Angriffsspiels ziehen konnte. Diesmal zur Abwechslung ein Kopfballtor – 1:1. Selbst wer verstärkt die Details wahrnimmt, was die alles so kann, ist erstaunt, was noch so alles dazukommt. Geschätzte 98% aller Bundesligaspielerinnen hätten den Ball selbst freistehend nicht per Kopf im Tor untergebracht, selbst ohne sich gleichzeitig gegen die Abwehrspielerin direkt neben sich durchsetzen zu müssen. Und die Bayern hatten weiter Oberwasser. Aber wieder wurde die Abwehrschläfrigkeit zum Verhängnis. Diesmal allerdings gemischt.
Gemischt mit den Nachwirkungen der Umstellung, als man noch bei 0:1 vanderGragt hinten aus der Kette, und dafür vorne Nicole Rolser hereingebracht hatte, um geschätzt auf 4er Abwehr mit Holstad/Schnaderbeck umzustellen. Die waren in der Szene dann überall (Holstad hatte sogar den Ball an der Mittellinie freundlich dem VfL übergeben), bloss nicht da wo 2 Innenverteidigerinnen sein sollten. Und Lewandowski schlief sich von rechts zu spät an den Braten heran.
Und gemischt mit einer der wenigen gelungenen Aktionen des Spiels. Diesmal war Alex Popp so frei. Einmal ein gut getimter Lauf hinter die Abwehr und ein gut getimter Pass von Lena Goessling, für den wenige Spielerinnen gleichermassen die erforderliche Spielintelligenz und Balltechnik vereinen. Danach hatte dieses unerwartet chancengeladene Spiel dann aber unerwarteteterweise für Bayern doch keine mehr parat. Gemessen an den Grosschancen ein sehr verdienter Sieg, wenn auch zum unerwarteten Zeitpunkt, und trotzdem schräg, weil sich das Auslassen gleich mehrerer Hundertprozentiger damit dann doch nicht rächen sollte.

Taktisches

AFBL-BayernMünchen-VfLWolfsburg
Startaufstellungen

Wolfsburg begann systematisch gewohnt. System 4.2.2.2 wenn man so will. Blässe – Fischer – Peter – Kerschowski war die Viererkette. Davor Goessling und Gunnarsdottir als Art Doppel-6. Dickenmann und Jakabfi besetzten meist die Aussen. Und Hansen und Popp fast überaschend weit vorne und überraschend zentral. Aber die kleineren Tweaks in den vorderen 4 ist man inzwischen gewohnt. Was da wie beabsichtigt ist, und was zufällige Auswirkung? Die relativ vielen weiten hohen Bälle in den Strafraum in Halbzeit1 zB,? Sicher nicht Caro Hansens bevorzugter Stil.
Bayern mit 3er Kette aus Schnaderback – Holstad – vander Gragt. Aussen links unterstützt von Faisst und rechts von Lewandowski. Behringer und Leupolz weiter zunehmend flexibler als früher im defensiven Mittelfeld. Ganz vorne Miedema. Und Däbritz und Evans dazwischen.
Und wie erwähnt, in Halbzeit eins war alle Taktik völlig nachrangig zur Tatsache, dass die Bayern so müde agierten. Im Umschalten. Im Pressen. Im Nachrücken. Da liess sich jede Taktik für Wolfsburg leicht spielen, denn Platz bot Bayern überall genug an. Allerdings legte Wolfsburg den Schwerpunkt naturgemaess auch auf Abwehrsicherheit und konnte dadurch die Bayernmützigkeit lange nicht in ein sicheres Toreplus ummünzen. Dass Wolfsburg dann in Halbzeit2 so leicht unter Druck geriet, als Bayern ein wenig mehr in Pressing investierte gehört auch zu den seltsamen Aspekten dieses Spiels.

Fazit und Ausblick

Wir denken ja gerne immer ein wenig länger nach, über das was man da so sieht, und haben auch diesmal wieder den ersten Eindruck kräftig nachjustiert. Es war aber auch wirklich zu schräg und schwer zu verdauen.
Nichts genaues weiss man nicht. Das war zwar bisher wohl auch eher so. Ist aber gegenwärtig dabei, sich zum Grundprinzip zu verfestigen. Zu widersprüchlich lief das Spiel entgegen bisherigen Leistungen vor allem von Bayern. Wobei das ja auch schon gegen den SC Freiburg nicht mehr das alte Abwehrbollwerk war. So hatte die erste Version angefangen.
Aber man weiss vielleicht doch genauer, wenn man darüber nachdenkt. Früher waren die Spitzenspiele zwar auch nicht immer spielerische Leckerbissen, aber doch immerhin Spiele von hohem Niveau – ganz besonders das in München letzte Saison. Auch wenn man sich nur auf hohem Niveau im Mittelfeld neutralisierte.
Diesmal war von Gegner neutralisieren nur noch vereinzelt zu sehen. Auch der Laufeinsatz war eher dosiert als auf Top-Niveau. Die spielerische Linie fand aber fast noch weniger statt. Nicht, weil der Gegner nichts zuliess. Sondern weil sie auch mit allen Freiheiten schlicht keiner einbringen konnte. Im Gegenteil wurde der Gegner durch eigene Passivität und im Fall der Bayern noch haarsträubende Fehler im Abwehrverhalten eingeladen, was mit noch haarsträubenderen Fehlern bei der Chancenauswertung beantwortet wurde. Das hat man so seit dfb-tv noch nie gesehen, wenn Top-Teams gespielt haben – oder die es vom Papier her sein könnten.
Man war in allen Überlegungen bisher nur von Weiterentwicklung ausgegangen, und dass zumindest Wolfsburg nicht noch schwächer werden kann, sondern in die Spur zurückfindet. Nun weiss man, dass das ein Fehler war, und warum die ersten beiden Ergebnisse noch schwächer aussahen, als letzte Saison. Wir fragen uns nun besser nicht mehr, ob es bald besser wird, sondern sind gespannt, wohin der Abwärtstrend führt. Zumindest ist die Bundesliga zur Zeit so ausgeglichen und offen, wie seit vielen, vielen Jahren nicht.

Dass Wolfsburg nun die einst aufgerufene Suche nach “dem Fussball der Zukunft”, also spielerischen Möglichkeiten der Spielentwicklung erfolglos abgebrochen hat, ist natürlich ein Rückschlag, der zunächst auch die Weiterentwicklung der Liga insgesamt trifft. Wolfsburg wäre als Entwicklungsmotor wichtig gewesen, bremst damit aber seine Topspielerinnen aus, bzw kann sie erst gar nicht einsetzen oder gebrauchen. Mal sehen, ob Caro Hansen zB auch in Frankreich landet. Interessant wird, inwieweit man die nun gegen die “Kleinen” noch brauchen kann.
Es scheint fast so, als ob der Schweden-Stil der Olympiade von einigen nun eher als Fussball der Zukunft interpretiert wird. Immerhin hat eine schwach spielende Mannschaft damit einen Riesenerfolg erzielt und das Überteam geschlagen. Gleichzeitig scheinen die, die davon wirklich profitieren könnten, also die unterlegenen Mannschaften, weiterhin “zu stolz” dafür. Faszinierend.

Bayern tippen wir, wird schneller korrigieren, als früher Frankfurt und Wolfsburg. Die Probleme werden nun erkannt. Letzte Saison hat man nach dem Spiel in Frankfurt schnell reagieren können. Allerdings nicht unbeschränkt, sondern auf die Balance- und Spielanlageprobleme. Die Abwehrprobleme – und damit das Hauptübel – wird man relativ zügig in den Griff bekommen. Das Angriffsspiel wird als Achillesferse weiterbestehen.

Auf die CL-Spiele von Wolfsburg gegen Chelsea darf man auf jeden Fall sehr gespannt sein. Manchester City hat sich unterdessen enorm weiterentwickelt, und macht heute einen stärkeren Eindruck als Bayern und Wolfsburg, weil man da den Spielerinnen noch die Lust auf Fussballspielen anmerkt. Mal sehen, wie lange die deutsch-französische Vorherrschaft in der CL noch andauert.

Noten:

Bayern München

Korpela: 5.5
Wieder einmal blieben ihre Fehler glücklicherweise unbestraft

Lewandowski: 5.5
Auch nicht die Frische. Auch nicht nach vorne

vanderGragt: 6
Schwer zu beurteilen. Nicht so schläfrig. aber auch kein Fels.

Holstad: 4.5
Einfach nicht ihr Tag

Schnaderbeck: 6
Noch einigermassen

Faisst: 4.5
Gehemmt? Zu gut machen wollen? Einsatz?

Leupolz: 7
Urplötzlich wieder relativ lebhaft

Behringer: 6.5
Nach der Halbzeit stark

Däbritz: 4.5
Fast nicht zu sehen ausser für das arme Aussenmikro.

Evans: 4.5
Lebhafter als Däbritz aber genauso wirkungslos

Miedema: 7
Auch nicht frischer Alleinunterhalter. Aber immerhin trotzdem noch ein Tor


VfL Wolfsburg:

Schult: 6
Wenig beschäftigt. Nicht immer konzentriert

Blässe: 5.5
Der Aufwand war 8. Der Effekt war 2. Hinten auch nicht gefordert

Peter: 6
Solide. Konnte aber Miedema auch nicht immer stoppen und blieb sonst ungetestet.

Fischer: 6
Insgesamt solide ohne grosse Anforderung. Aber beim Tor

Kerschowski: 6
Nicht viel zu tun. Nicht viel mehr

Gunnarsdottir: 6
Defensiv solide Zweikämpferin. Aufgabe erfüllt

Goessling: 7
Leider nur noch Routine und Auge des einstigen Motors. Das aber sehr gut und wichtig

Dickenmann: 7.5
Das Tor. Die Vorlagen. Der Unterschied. Aber auf Dauer?

Jakabfi: 5.5
Bemüht. Aber nachlassend und wenig Einfluss, wenn nicht gespielt wird.

Popp: 7
Der gewohnt kämferische Ansatz. Aber immerhin auch zweimal da.

Hansen: 4.5
Ihr schwächstes VfL-Spiel. Weil nicht gespielt wurde? Weil keine Mittelstürmerin.


Links:

offizielle DFB-Daten:
dfb – offizielle Datenseite zu Bayern München – VfL Wolfsburg

Video:
Volles Spiel auf dfb-zv

 

2 thoughts on “Bayern München – VfL Wolfsburg 1:2 (0:1)

  1. Jetzt habe ich seit längerem mal wieder bei euch reingeschaut und es auch prompt bereut. Mir fehlen die Worte, was ihr da schreibt. Das beste Topspiel seit vielen Jahren, mit jeder Menge Spektakel und ihr macht einfach alles nur runter!!! Was wollt ihr eigentlich? Habt ihr das Spiel eigentlich im Fernsehen verfolgt oder mal wieder nur am Ticker? Dann hättet ihr vielleicht festgestellt, wie gut sich Sara Gunnarsdottir neben Lena Gößling eingefügt hat, dass man dort ein zentrales Mittelfeld hat, an dem sich jeder Gegner, wenn die Form so ist wie am Sonntag, die Zähne ausbeißen wird. Oder dass die Mannschaft seit Längerem wieder richtig gut als Mannschaft funktioniert hat, die Laufwege stimmten und jeder für den anderen gelaufen ist. Es gehört schon viel dazu, das alles zu übersehen.
    Stellt doch bitte diesen Blogg ein oder widmet euch nur noch eurem geliebten amerikanischen Fußball.

    1. Danke für die Rückmeldung.
      Auch wenn sich jemand die Zeit nimmt uns weiterzuhelfen, der nicht begeistert ist.
      Gibt uns Gelegenheit nocheinmal festzustellen, dass wir uns mehr als Spieler- oder Trainerblog verstehen denn als noch ein Platz, seinem Lieblingsverein zu huldigen. Da gibt es ja auch bereits im Frauenfussball Mainstream-Fanblogs, die sich sicher weitverbreiteterer Beliebtheit erfreut. Um so schöner, wenn Fans sich auch für entwicklungsorientierte Meinungen interessieren, und nicht nur bestätigungssuchend unterwegs sind, auch wenn das manchmal schmerzen mag!
      Wir freuen uns über die Bestätigung, dass unsere Ansichten zumindest unterbewusst vielleicht schon ernst genommen werden, auch wenn man sich wünscht, das hätte bloss über Info-Ticker so ausgesehen.
      Zum fachlichen Anteil. Sicher das beste an dem Spiel seit Jahren für Wolfsburg, dass man einmal wieder Bayern schlagen konnte. Da hat sich Gunnarsdottir sicher gut neben Goessling eingefunden. Soweit aber eher eine Bestätigung seltsamer Koordination in Sachen Spielerneuzugänge. Eine Spielerin die sich beim VfL nahtlos einfügt ist natürlich toll und besitzt eine hohe Qualität. Der Mannschaft hilft das aber nur sehr begrenzt weiter, wenn man in Boussaglia und Bernauer bereits 2 Alternativen hat, die je nach Gegneranforderung da vielleicht nur einen Tick besser oder schlechter sind. Aber vielleicht kann Gunnarsdottir da ja in der Zukunft noch zeigen, welche Idee da dahinter steckte, auch wenn Goessling auf der 6 bleibt.
      Wäre schön, wenn du uns trotzdem treu bleibst und weiter hilfst. Vielleicht auch nur ausserhalb von Wolfsburg und dem US-Fussball? Auf jeden Fall hoffen wir gemeinsam, dass wir bald wieder ganz viel schöne Sachen über den VfL schreiben dürfen. Gelegenheit gibt es ja bereits in ein paar Tagen.

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